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Biotope "Ansbacher Straße" und Geißbuck

Seit etwa 40 Jahren pflegt die Ortsgruppe Großhabersdorf zwei sehr unterschiedliche Biotope: eine trockene Magerwiese mit Obstbäumen und eine Feuchtwiese in der Talaue der Bibert. Beide Flächen werden regelmäßig mit dem Balkenmäher von uns gemäht, das Mähgut von Hand gerecht und von einem Landwirt zur Verwertung im eigenen Betrieb abgeholt. Natürlich lassen wir auch Teilflächen stehen, um Kleintieren einen Rückzugsraum zu bieten.

 

Die Nasswiese im Biotop "Ansbacher Straße"

ist von Gräben durchzogen, es kommen u.a. Orchideen, Trollblumen, Seggenried, Bachnelkenwurz und großer Wiesenknopf vor. Die Fläche wird auf zwei Seiten von Weidenbuschwerk umfasst. Um ein Verbuschen zu verhindern war es 2018 notwendig die hinein drängenden Grauweiden massiv zurück zu schneiden und das dichte Wurzelwerk so weit wie möglich zu entfernen. Um auch niederwüchsigen Pflanzenarten eine Chance zu geben, wird die Wiese nun zweimal im Jahr gemäht. Einerseits sollen Pflanzen im Frühling mehr Licht und Luft gekommen, insbesondere die vorhandenen Orchideen sollen erhalten bleiben bzw. die Ausbreitung gefördert werden. Andererseits hoffen wir damit die Ausbreitung der kanadischen Goldrute etwas eindämmen zu können.
Entlang der Wassergräben stehen Silberweiden. Um die Beschattung der Wiese weiter zu reduzieren, erhielten im letzten Winter einige einen Kopfschnitt. Aus Teilen des geschnittenen Holzes wurden am Rand der Fläche mehrere Totholzhaufen aufgeschichtet.
Und noch eine weitere Aufwertung erfuhr die Wiese. Mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken wurden im vergangenen Sommer drei kleine Senken ausgebaggert und damit die Anlage von drei kleinen Amphibientümpeln ermöglicht. Wir rechnen damit, dass ab dem nächsten Frühjahr Gelbbauchunken und weitere Amphibien, aber auch Libellen die neuen Laichplätze entdecken. Diese Fläche liegt im FFH-Gebiet „Bibert und Haselbach“ und ist als Biotop kartiert.

Siehe auch: Neue Laichplätze für Kröten, Frösche und Unken im Biotop "Ansbacher Straße"

Die Magerwiese (Geißbuck)

liegt am Südhang des Biberttals, ist sonnenverwöhnt und insektenreich. Auch hier musste einer Verbuschung Einhalt geboten werden. Die angrenzenden Schlehen drängten in die Fläche und werden zurückgeschnitten. Ein Hohlweg, der sich auf der Südseite den Hang hinauf zieht, wird freigelegt. Dort genießen Zauneidechsen die wärmende Sonne. Der Obstbaumbestand aus alten Sorten erfuhr bereits mehrfach einen Rückschnitt.
Das Schnittgut, das bei Mähaktionen und Baumschnitt anfällt, wird natürlich fachgerecht entsorgt.